Heraus aus dem Winterschlaf!

Die 4. Woche meldet sich aus der Winterpause zurück und lädt zum
öffentlichen Kochen und Speisen in die Elberfelder Nordstadt ein.

Freitag, 23. März 2012 ab 16:00 Uhr auf dem Schusterplatz

Wir haben vor 3 Jahren auf dem Schuster- und Otto-Böhne-Platz in
Wuppertal das Projekt „La quarta settimana“, die vierte Woche begonnen.
Die Aktion ist inspiriert von den „Vierte Woche“-Aktionen der Prekären
in Italien, die – wie die meisten von uns – am Ende des Monats kaum oder
kein Geld mehr in der Tasche haben. Sie treffen sich regelmäßig in der
vierten Woche zu gemeinsamen Menüs und abschließenden Einkaufstouren und
Kinobummel, um ihr Recht auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
durchzusetzen. Wir wollen uns ab jetzt jeden letzten Freitag im Monat
treffen, um in Zeiten von Hartz VI, schlechtbezahlter Kurz- und
Leiharbeit, Niedrigrenten und 1-Euro-Jobs, uns gemeinsam ein köstliches
Menü umsonst und draußen zu kochen. Hierzu sind Alle mit Kindern und
Enkelkindern herzlich eingeladen.

Laden wir unsere Nachbar*innen und Nachbarn ein, uns gemeinsam einen Ort
des Austauschs zu schaffen, gutes Essen in gemeinsamer öffentlicher
Runde sind die Voraussetzungen für einen Widerstand mit langem Atem,
wilden Aktionen und guten Argumenten.

Weg mit Hartz IV! Würdige Lebensverhältnisse für alle!

Sperrmüllfest am 29.Februar 2012

Invitation – Einladung – davetiye
Sperrmüllfest am 29.Februar 2012
ab 18:00 Uhr in der Brunnenstraße

Seit einigen Jahren geht das Wuppertaler Ordnungsamt mit seinen schlecht
verkleideten und schlecht bezahlten „Hilfssheriffs“ vom Kommunalen Ordnungsdienst „KOD“ willkürlich und autoritär gegen Sperrmüllsammler*innen aus dem In- und Ausland vor.
Um dem etwas entgegen zu setzen, feiern wir den Tausch von allen möglichen
Gütern in Form von Sperrmüll geben und Sperrmüll nehmen mit einem kleinen
Fest am Vorabend der Abholung in der Brunnenstraße. Statt froh zu sein, dass sich Ölberger*innen und Tourist*innen aus Barmen, Amerika und der Ukraine für unsere Sperrgüter interessieren, werden diese Menschen frecherweise kriminalisiert und diffamiert.
Die Hetze in den Medien, insbesondere der WZ (!) ist unsäglich. Menschen, die
im deutschen Wohlstandsmüll stöbern und davon ihren Lebensunterhalt
bestreiten müssen, werden als „Müllflederer” tituliert. Besonders
unverschämt ist es, die einheimischen Sperrmüllfreund*innen gegen die
Weitgereisten auszuspielen.

Die Stadt wagt es, in Zeiten von Hartz IV und Zwangsumzügen,
Ein-Euro-Zwangsdiensten und Sozialamtsschnüffler*innen, uns den freien Zugang
zum Sperrmüll zu begrenzen. Das Ordnungsamt, das dies umsetzen soll, laden wir dazu gerne in die Elberfelder Nordstadt ein, den Sperrmüll zu behüten. Denn dann werden sie an
diesem Mittwoch keine Zeit haben für ihre anderen fiesen Aufgaben, wie die
Beteiligung an Razzien gegen Schwarzarbeitende, Abschiebungen gegen sogenannte
Illegale/Papierlose und Schikanierung von Obdachlosen in den Wuppertaler
Konsummeilen. Und Sie werden sehr flink sein müssen, um all die Gartenzwerge, Sofas und
Computer zu bewachen, denn wir werden an diesem Mittwochabend ganz offensiv
unseren Anspruch auf freie Verteilung von sperrigen Gebrauchsgütern in der
Elberfelder Nordstadt durchsetzen.

Der*die eine stellt raus, der*die andere holt rein, was er*sie gebrauchen kann.
Diesen selbstverständlichen Vorgang wollen wir uns nicht vom Ordnungsamt
einschränken lassen.
Sich am Sperrmüll zu bedienen ist Umwelt-, Ressourcen- und
Geldbeutel-schonend!
Deshalb werden wir uns große Mühe machen, die Sperrmüllgeschenke ansprechend
auf unserer Festmeile in der Brunnenstraße zu präsentieren.
Wir machen all das, was verboten ist! Wir reichen günstigen Alkohol und
Ökosaft. Es wird gegrillt und Musik gemacht.

Eine Ausdehnung in alle Straßen auf dem schönen Ölberg ist ausdrücklich
erwünscht!

Wir rufen alle Anwohner*innen auf, gemeinsam mit uns das Fest zu feiern!

Drapiert eure Sperrgüter, präsentiert eure Altkleider im Kleiderschrank.
Keine Kriminalisierung von Gartenzwergen und Mülltourist*innen!
Mit Grillgut, Musik und schnellen Dieselfahrzeugen gegen den Kommunalen
Ordnungsdienst – KOD verpisst euch!
Alles für Alle und zwar umsonst!

Wuppertaler Castor-Mobilisierung!

Wuppertal ruft zur Demo nach Naziangriff auf

Zurück auf die Strasse – Kein Platz für Nazis in Wuppertal-Vohwinkel!

Der brutale Naziangriff auf linke Flohmarktbesucher*innen vom vergangenen Wochenende bleibt nicht unbeantwortet. Nach dem versuchten Totschlag an einer jungen Frau und den zum Teil schweren Körperverletzungen verursacht durch bekannte Nazischläger auf dem Vohwinkler Flohmarkt am vergangenen Wochenende, werden und können wir nicht einfach zur Tagesordnung zurückkehren.
Neben anderen „Aktivitäten“ werden wir am Freitag den 30. September 2011 zusammen mit den Verletzten des Naziüberfalls an den Tatort zurückkehren.

Treffpunkt ist 17:30 an der Schwebebahn-Endhaltestelle Vohwinkel!
Kommt alle, bringt eure Crews und Familien mit!

Wir werden uns ganz praktisch die Straße zurückerobern und gemeinsam mit der gebotenen Vorsicht und Entschlossenheit erneut die Nazipropaganda im Stadtteil entfernen und die Vohwinkler Bevölkerung ein erneutes Mal über die Nazistrukturen in ihrem Stadtteil informieren.
Herumirrende Nazis werden wir entschlossen in ihre Schranken weisen.
Hauptziel unserer antifaschistischen Arbeit muss sein, dass auch die Vohwinkler*innen ihre Ängste überwinden, das Naziproblem in ihrem Stadtteil endlich ernst nehmen und mit Eigeninitiative angehen und bewältigen. Es gibt zum Glück zarte Ansätze einer antifaschistischen Zivilgesellschaft in Vohwinkel, die gestärkt und unterstützt werden muss.
Des Weiteren wehren wir uns entschieden gegen die andauernde Verharmlosung der Nazigewalt und der Nazistrukturen in Wuppertal.
Liebe Wuppertaler Presse: Es reicht nicht, die Pressemitteilungen der Polizei für bare Münze zu nehmen und sie einfach abzuschreiben. In Vohwinkel haben weder „Straßenkämpfe“ noch eine Schlägerei zwischen Extremisten stattgefunden“ (beides WZ).
Es handelt sich eindeutig um einen, dem Ablauf nach, geplanten und bewaffneten Überfall durch organisierte Nazis auf alternativ-aussehende Menschen!

Zudem: wer mit Knüppeln auf ungeschützte Köpfe eindrischt, wie es am Wochenende während des Überfalls durch die Nazis geschehen ist, kann niemals ausschließen, dass das Opfer stirbt.

Wir haben es in Wuppertal mit einer Mischung aus Straßennazis und Nazikadern zu tun, die in den letzten 2 Jahren bei allen relevanten Naziaktionen und -aufmärschen im gesamten Bundesgebiet beteiligt waren. Sie sind fest in das Nazinetzwerk „AG Rheinland“ eingebunden, um das sich ein ganzer Mikrokosmos von „sozialem“ Leben und Nazipolitik gebildet hat – vom nationalen Fußballturnier, der Nazi-Hardcore-Party, dem wöchentlichen Demoerlebnis bis zur geplanten Gewalttat. Wir haben es, das zeigt die Zusammensetzung der Angreifer von Vohwinkel, mit einer gefährlichen regionalen Nazistruktur zu tun, die inzwischen regelmäßig Linke und Migrant*innen offensiv angreift. Ein Teil der Jungnazis (Kevin Koch, Fabian Mayer) wird von den Führungsfiguren der bundesweiten Naziszene zu Kadern ausgebildet. Sie übernehmen z.B. die bundesweite Medienarbeit der Nationalsozialisten und fungieren zunehmend als Redner oder Ordner*innen.

Es muss endlich Schluss sein mit der Verharmlosung der Nazistrukturen. Wenn der Wuppertaler „Staatschutz“ immer noch keine Führungsstrukturen bei den Nazis erkennt, wie die WZ in ihrer unsäglichen Berichterstattung schrieb, wird es Zeit für den vorzeitigen Ruhestand. Unverschämt wird es, wenn Staatsschützer Manke sogar die antifaschistischen Aktivitäten in Vohwinkel für die Stärke der Nazis verantwortlich macht.
Den Vogel schießt aber der Polizeichef von Vohwinkel, Markus Preuss ab. Der Freizeitpolitiker Preuss, der für eine Splittergruppe im Solinger Stadtrat sitzt, verstieg sich unlängst zu der Behauptung, Vohwinkel habe ein „Extremismusproblem von links und rechts“ und schickt seine Untergebenen in die Vohwinkler Schulen, um vor Antifaschist*innen zu warnen. Gleichzeitig lässt er die Nazis gewähren.
Seit seiner Amtseinführung 2009 kann sich die Naziszene in Wuppertal-Vohwinkel ungehindert ausbreiten. Offene Nazitreffs, wie z.B. auf dem Vohwinkler Akzenta Parkplatz, werden geduldet. Nazis wie Kevin Koch können ungestraft mit Hakenkreuzfahnen winken. Die Straßennazis um Rene Heuke, Tim Schulze-Oben und Maik Dasberg sorgen für die körperlichen Angriffe mit Messern, Knüppeln und abgebrochenen Flaschen.

Zum Schluss noch ein wichtiger Hinweis:

Laut WZ hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungsverfahren wegen des Naziüberfalls auf das Cinemaxx Anfang Dezember 2010 – ermittelt wurde u.a. wegen Landfriedensbruchs – eingestellt: „weil die Angreifer damals vermummt waren, sei es nicht möglich zu klären, wer was getan hat“. Mit der Einstellung des Verfahrens haben sich unsere schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet.
Nicht nur das Wuppertaler Medienprojekt ist entsetzt und prüft rechtliche Schritte.
Bis zum heutigen Tag, so unsere heutigen Nachfragen beim Medienprojekt und anderen Zeug*innen, hat die Polizei auf ordentliche Zeug*innenvernehmungen verzichtet, obwohl ein Nazi, der unvermummt Pfeffergas gegen die Kino-Besucher*innen eingesetzt hatte, vom Sicherheitsdienst überwältigt werden konnte und der Polizei übergeben wurde. Es wurden weder Fotos zur Wiedererkennung der Täter den Zeugen vorgelegt, noch ernsthaft der Tathergang rekonstruiert. Ernsthafte Strafverfolgung sieht sicherlich anders aus. Die Frage ist natürlich, warum die Wuppertaler Polizei so offensichtlich dilettantisch (nicht) ermittelt? Die Frage, ob sie wieder V-Leute im Einsatz hatten, muss vor dem Hintergrund des Brandanschlags von Solingen 1993 – wo dies im direkten Umfeld der Täter der Fall war – erlaubt sein.
Möglicherweise müssen die Betroffenen zu einem Klageerzwingungsverfahren greifen, um den Wuppertaler Staatsschutz und die Staatsanwaltschaft zur Wiederaufnahme der Ermittlungen zu zwingen. Auch im Landesparlament sollten wir, bzw. die Wuppertaler Abgeordneten, diese merkwürdige Strafvereitelung im Amt offensiv hinterfragen!

Es bleibt dabei: Antifaschismus ist Handarbeit!
Organisieren wir die antifaschistische Selbsthilfe!

Wir grüßen alle Antifaschist*innen und Genoss*innen, die am Freitag in Unna und am Samstag in Hamm gegen die Nazis auf die Straße gehen!

Antifaschist*innen aus Wuppertal und dem Umland am 27.9.2011

Trauer um die Opfer von Oslo und Utøya!

!Schluss mit der Nazigewalt! Schluss mit Rassenhass und Menschenverachtung!

Kundgebung heute um 18:00 Uhr Schwebebahnhof Döppersberg Wuppertal-Elberfeld!

In Norwegen wurden gestern knapp100 Menschen vermutlich von einem rechten, konservativ-christlichen Täter ermordet. Wir rufen in Wuppertal für heute 18:00 Uhr zu einer Kundgebung mit anschl. Demo auf. Treffpunkt ist vor dem Schwebebahnhof Döppersberg. Wir wollen unserer Trauer und Wut Ausdruck verleihen.

Der Täter soll nach Presseberichten einen „christlich-fundamentalistischen“ und antiislamischen Hintergrund haben und lange Jahre Mitglied der rechtspopulistischen und rassistischen norwegischen Fortschrittspartei gewesen sein.
Die Tatumstände und die Auswahl der Opfer sprechen eine eindeutige Sprache, angegriffen wurde ein (multikulturelles) Sommercamp der sozialdemokratischen Jugendorganisation, die Aktion selbst ist eine faschistische Tat gegen Unbeteiligte wie in Bologna, München und Maraş.

Naziorganisationen und sogen. „Nazieinzeltäter“ sind international wieder im Vormarsch. Ihre Stichwortgeber sind Figuren wie Thilo Sarrazin und Geert Wilders.
Auch in Wuppertal hat sich wieder eine Naziszene entwickeln können, die zum Teil äußerst gewalttätig gegen Andersdenkende und Minderheiten vorgeht. Zuletzt setzte ein Jungnazi bei einer Auseinandersetzung sein Messer ein, in einem anderen Fall beschossen Unbekannte das Nicaraguabüro.

Auch wenn die Wuppertaler Nazis keine großen Lichter sind und dümmlich agieren, sind gerade diese aufgehetzten Jungnazis gefährlich, weil sie von Nazikadern wie Axel Reitz organisiert werden können und weil sie Zeitbomben sind, die jederzeit ihre menschenverachtende Gesinnung praktisch werden lassen können. Diese bittere Erfahrung haben wir hier spätestens seit dem Brandanschlag von Solingen im Jahre 1993.

Schluß mit der Verharmlosung von Nazigewalt!
Kein Platz für Nazis in Wuppertal und anderswo!



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